Mitarbeiter-Fortbildung

Um den Qualitätsstandard unserer DIE KITA Einrichtungen zu sichern und auch weiter zu entwickeln, finden in regelmäßigen Abständen Fortbildungen für unsere pädagogischen Fachkräfte statt, in denen aktuelle Themen vertieft werden.

Weiterbildung zum Thema Unterschiedlichkeit bei Kindern

Im Oktober fand in den Räumlichkeiten des Mehrgenerationenhauses eine interessante Weiterbildung für 15 pädagogische Fachkräfte der DIE KITA Einrichtungen statt. Unter der Leitung von Ina Schenker, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Evangelischen Hochschule Dresden, wurde die „Heterogenität bei Kindern und ihren Begabungen“ thematisiert.   Das Thema Hochbegabung in der frühen Kindheit ist ein aktuelles Thema im frühkindlichen Bereich. Doch hochbegabte kleine Kinder sind nicht immer gleich zu entdecken. Noch schwieriger ist es, die Frage nach einer angemessenen Förderung zu beantworten. Damit Kinder entsprechende Entwicklungsunterstützung erfahren können, ist es notwendig durch verschiedene Formen der pädagogischen Diagnostik herauszufinden, wie der aktuelle Entwicklungsstand jedes Kindes beschrieben werden kann. Damit Anzeichen von Hochbegabung im Alltag der DIE KITA Einrichtungen wahrgenommen werden können, wurden bestimmte Merkmale von hochbegabten Kindern beschrieben und unterschiedliche, auch inklusive  didaktische Fördermöglichkeiten, aufgezeigt. Ein besonderer inhaltlicher Fokus  wurde während der Weiterbildung auf  das Spielen - der Lebensform in der frühen Kindheit - gerichtet. Im Mittelpunkt stehen das Kind und die Bedeutung des Spiels für das kindliche Lernen. Kinder lernen voneinander und drücken ihre momentane Sicht auf die Welt aus. Sie sind Experten ihrer eignen Bildung. Lern- und Bildungsprozesse werden von den Kindern also aktiv mitgestaltet. So gehen Bildung und Erziehung im Kindesalter Hand in Hand. Spielen ist also die fundamentalste und wichtigste Form des Lernens. Es ist zentral für das Lernen von Kinder.  

Der Erzieher hat in diesem Zusammenhang die Aufgabe, Anregungen zu geben und ein optimales Anforderungsniveau zu schaffen. Auch wie Kinder Räume wahrnehmen und welche Anregungen sie ihnen bieten, hat maßgeblichen Einfluss auf ihr Lernen. Lernumgebungen, die liebevoll und anregend gestaltet und an deren Gestaltung die Kinder beteiligt worden sind, steigern Wohlbefinden, Lernmotivation und Effizienz von Lernprozessen. Im Mittelpunkt der Arbeit mit dem Kind sollte laut Schenker immer die Frage stehen: Geben wir den Kindern starr eine Richtung vor? Oder binden wir die Kinder aktiv in ihren eignen Lern- und Bildungsbereich ein? Das bedeutet, Kinder überlegen, diskutieren und entscheiden mit. So tragen sie auch die Konsequenzen, die dadurch entstehen. Regeln die Kinder mitaufstellen, müssen auch von ihnen selbst eingehalten werden.

Eine weitere Erkenntnis, die Ina Schenker den pädagogischen DIE KITA Fachkräften vermittelte, ist das Instrument der Beobachtung als wesentliche Grundlage für pädagogisches Handeln. Beobachtungsergebnisse vermitteln Einblicke in das Lernen. Dabei ist die Beobachtung kein Selbstzweck. Wichtig sind die enge Verknüpfung von Beobachtung und den Ergebnissen einerseits und die pädagogische Arbeit andererseits – pädagogische Arbeit auf hohem Niveau, auch dank der qualifizierten Weiterbildungsmöglichkeiten.